Die Mythen des Public Cloud Computing


Mythos 1: Die Cloud ist günstiger. Das ist stark abhängig von der Konsumation der Ressourcen und wie diese verrechnet werden. Ein Beispiel: ich erwerbe Speicherplatz in der Cloud und das Rechnungsmodell lässt mich diesen günstig erwerben, sollte ich meine Daten aber wegmigrieren wollen, kostet es mich das Zehnfache. Bei stetig wachsenden Speicherkapazitätsbedürfnissen kann eine Providerwechsel schnell (zu) kostspielig werden. Oder was passiert wenn das Preismodell sich ändert? In diesem noch jungen Markt gibt es viel Potential ökonomische Modelle zu testen. So dass sich die Bedingung sehr schnell ändern können. Entscheidet man sich für ein geeignetes Preismodell und entsprechenden Garantien eines, in die Unternehmensstrategie passenden Produktes, lassen sich attraktive Kostenersparnisse erzielen.

 

Mythos 2: Das Nutzungsmodell ist egal. Als Beispiel sei ein Mailservice angeführt, der nicht die Speicherkapazität verrechnet, sondern die benutzte Bandbreite für das Versenden von eMails verrechnet. Ein eMail an einen Verteiler kann unerwartet hohe und schwer kalkulierbare Kosten für das eigene Unternehmen verursachen. Ein viel diskutiertes Thema aus der Telekommunikationsbranche sind anfallende Roamingkosten. Passt das Nutzungsmodell, um nachhaltig die IT-Kosten zu senken?

 

Mythos 3: Die Cloud löst all meine Probleme. Es bedarf IT-Fachkräften, die die Bedürfnisse ihrer Kunden verstehen und die richtigen Werkzeuge und Services für die Benutzung aufbreiten. Es gelten Unternehmensrichtlinien einzuhalten und den Cloud Service zu integrieren. Ein Cloud Service ist kein Fix, um eine ungeliebte Applikation schnell abzulösen. Ein solcher Service will sorgfältig evaluiert, auf Interoperabilität getestet und eingeführt werden. Sonst wird aus Lust schnell Frust.