Welche Möglichkeiten eröffnen sich für Unternehmen mit Nutzung von Storage as a Service?


Storage as a Service ist ein Geschäftsmodell, das es kleineren und mittleren Unternehmen sowie Privatpersonen erlaubt, Speicherkapazität eines Service Providers ihrer Wahl zu mieten. Eine IDC-Studie zu diesem Thema projiziert eine jährliche Wachstumsrate von über 29% und einem weltweiten Gesamtmarktvolumen von über drei Milliarden US Dollar bis zum Jahr 2012.

Was sind die Einsatzgebiete von Storage as a Service?

Storage as a Service ist der Vorbote zu Cloud Storage. Die Einsatzgebiete sind mannigfaltig. Aus Sicht vom Konsumenten kann man diese in drei unterschiedliche Dienstleistungen einteilen:

  • Inhaltsreiche Web-Applikationen
  • Infrastructure as a Service (IaaS)
  • Cloud-basierte Datensicherung und –archivierung

Mit Cloud Storage für Inhaltsreiche Web-Applikationen bezeichnet man unzählige Applikationen und Dienstleistungsangebote. Das können Dienste für das Verteilen von Photoalben (flickr.com), Videos (youtube.com), Auktionen (ebay.com) oder Exoten, wie ein sich online synchronisierender Notizblock (Evernote) sein.

Bei Cloud Storage, der als IaaS zur Verfügung gestellt wird, geht es um das Anbieten von Speicherkapazität im klassischen Sinne. Das erlaubt das kostengünstige Auslagern virtueller Systeme und IT-Dienste, quasi als Erweiterung des firmeninternen Rechenzentrums.

Häufig findet man auch Cloud Storage-Angebote zur Datensicherung (Mozy) oder –Archivierung (Swisscom E-mail-Archive).

Welche Leistungen sind wichtig aus Sicht des Leistungsbezügers?

Nachdem ein Unternehmen eine Evaluation über die drei potentiellen Einsatzgebiete von Cloud Storage als ergänzende oder ersetzende Technologie durchgeführt hat, geht es darum den richtigen Cloud Provider zu finden. Dabei sind nebst attraktiver Preisgestaltung folgende Schlüsselkriterien bei der Wahl behilflich:

  • Vertrauen und Zuverlässigkeit
  • Sicherheit
  • Geschäftliche Kritikalität
  • Zugriff
  • Desastervorsorge

Vertrauen und Zuverlässigkeit des Anbieters müssen gewährleistet sein. Kundenreferenzen und deren Zufriedenheit geben Auskunft über die Seriosität des Dienstleisters. Dessen Bilanz zeigt auf, ob das Unternehmen gesund ist und gibt Aufschluss über Marktakzeptanz und -grösse.

Die Sicherheit der auszulagernden Daten oder gar IT-Dienste ist der technologisch wohl wichtigste Aspekt. Unzureichend wäre ein Zugriff mittels Benutzername und Passwort, eine professionelle Autorisierung und Authentifizierung, wie bspw. mittels RSA SecurID, ist unerlässlich. Der Dienstleister muss mehrere Mandanten unterstützen können, um Übergriffe auszuschliessen. Bei Datentransfers und –speicherung ist deren Verschlüsselung wichtig. Data Loss Prevention-Systeme verhindern, dass geschäftskritische Daten in falsche Hände geraten. Die Prozesse zur Einhaltung von Compliance-Richtlinien sollten deklariert sein.

Bei der Bestimmung der auszulagernden IT-Dienste, Daten oder Applikationen ist zu beachten, dass der zu wählende Cloud Provider den eigenen Anforderungen und dem zu erwartenden Wachstum gerecht werden kann sowie seine Flexibilität bei plötzlichen Veränderungen. Weiter gilt es abzuklären, ob die Daten gesetzlichen Bestimmungen unterliegen und wie der Cloud Provider deren Einhaltung adressiert. Sollten geschäftskritische IT-Dienste in die Hände des Cloud Providers übergehen, sind weiterführende Abklärungen von Nöten, die Diskussionen über Service Level Agreements, Regress-Möglichkeiten und Desaster Vorsorge miteinbeziehen.

Der Zugriff auf die ausgelagerten IT-Dienste und Daten muss den eigenen Anforderungen genügen. Dabei ist es nicht unerheblich, wie der Cloud Provider mehrere Mandanten unterstützen kann, wer in welchem Umfang Zugriff auf die auszulagernden Dienste und Daten hat sowie wie der Zugriff gewährleistet wird.

Wie deckt der Cloud Provider … Kritische Punkte auf seitens Cloud Provider sind dabei: geplante Ausfälle wie Wartung und Migrationen von Infrastruktur-Komponenten oder ungeplante Ausfälle wie der Desasterfall, Datenverluste und Wiederherstellung selbiger. Werden diese Punkte dem Leistungsbezüger transparent, wo möglich planbar und im voraus kommuniziert? Wie schnell sind die Dienste wieder verfügbar? Zur Datenwiederherstellung sind die drei Werte, Recovery Point Objective (auf welchen Zeitpunkt kann zurückgegriffen werden, wie hoch ist der Datenverlust?), Recovery Time Objective (wie schnell ist der Service wieder verfügbar?) und Aufbewahrungsfristen ausschlaggebend.

Welche Anforderungen bestehen an eine Cloud Storage Plattform?

Eine durchaus valide Option ist das Betreiben einer eigenen Cloud Storage-Plattform, sei es als Cloud Provider oder als Unternehmen, das Storage as a Service aus eigener Hand bieten will, verspricht es doch erheblich günstigere Betriebskosten gegenüber herkömmlichen Speicherplattformen. Sicherlich eignet sich eine Cloud Storage-Plattform nicht für alle Anwendungen, wie hoch-performante Datenbanksysteme. Wie eingangs erklärt, bietet eine Cloud Storage- Plattform mannigfaltige Einsatzmöglichkeiten, wo bislang traditionelle Speichersysteme zum Einsatz kamen. Eine solche Plattform arbeitet intern objekt-orientiert. Das zieht unzählige Vorteile bei der Verwaltung und Handhabung nach sich. Ein Administrator kann alleine Petabytes von Daten verwalten, die Administration ist lokations-unabhängig, mehrere Systeme werden aus einer Applikation betrieben. Sie verfügt über ein Self-Service-Portal, das es Leistungsbezügern im definierten Rahmen ermöglicht, Kapazität zu beziehen.

Die Anforderungen an eine Cloud Storage-Plattform sind in Stichworten ausgedrückt die Folgenden:

  • Zugriffsmöglichkeiten (IFS, NFS, CIFS, REST und SOAP)
  • Keine Limitationen im Namespace und Verwaltung der Metadaten
  • Mandantenfähigkeit und sichere Isolierung selbiger
  • Flexible Datenreplikation, Komprimierung, Daten-De-Duplikation, sicheres Löschen von Datensätzen
  • Drive-Spin-Down für Datenregionen innerhalb des Systems, die nicht im Gebrauch sind
  • Ausgereiftes Netzwerk-Management
  • Massive Skalierbarkeit und Lokations-Unabhängigkeit
  • Flexible Architektur (virtuelles System und dedizierte Hardware, um allen Anforderungen an die Skalierbarkeit gerecht zu werden)
  • Self-Service Storage Portal
  • Umfassende Messmöglichkeiten zum Kapazitätsbedarf der Konsumenten sowie die Fähigkeit für Ausgleichsbuchungen (Chargeback)
  • Breite und direkte Unterstützung von Applikationen via Application Programming Interface (API)
  • Etabliertes Partner Ecosystem

Die oben genannten Punkte ermöglichen eine reibungslose und schnelle Einführung einer Cloud Storage-Plattform ins eigene Rechenzentrum. Die Aspekte sind breit gefächert und die Marktakzeptanz der Plattform ist wichtig, um ihr Potential voll auszuschöpfen.

Viel Erfolg bei der Evaluation eines Cloud Storage-Providers oder bei der Einführung einer Cloud Storage-Plattform!

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