Erschaffen Sie sich Ihre eigene Cloud!


Laut einer Umfrage von Gartner zu Jahresbeginn lauten die beiden Top-Prioritäten der CIOs im Jahre 2011, wie im Vorjahr, erneut Virtualisierung und Cloud Computing. Der Grund dafür ist, dass stagnierenden IT-Budgets, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sichergestellt werden kann.

CIOs in Unternehmen sind zusehends mit einer immer komplexer, alternder und teurer werdenden IT-Infrastruktur sowie einem immensen Datenwachstum konfrontiert. Erschwerend kommt sowohl der Kostendruck, entstehend durch flexible und attraktive Angebote, der Cloud-Anbieter hinzu, als auch, das laut einer Erhebung rund 70% der IT-Budgetgelder zur Aufrechterhaltung des Betriebs einfliessen. Letztlich erwartet der Angestellte noch, dass er mit seinem Smartphone, Tablet oder privaten Laptop auf Firmendaten zugreifen kann! Der Innovationsdruck hat viele Gesichter.

Ist Cloud Computing der rettende Anker, der sämtliche Herausforderungen abdeckt?

Der Begriff ist heute in aller Munde und die Industrie einigte sich drei Arten von Clouds: private, hybride und öffentliche (public) Cloud. Die Public Cloud sind die heute am meisten verbreitete Art, bekannte Beispiele sind Google, Amazon und Apple, aber auch traditionelle Telco- und Service Provider tummeln sich in diesem Umfeld. Mit Private Cloud ist die cloud-fähige, virtualisierte Infrastruktur der hausinternen IT gemeint. Hybrid Cloud umschreibt die Nutzung von Public und Private Cloud Services eines Unternehmens. Dabei können Applikationen nach Bedarf in der Public oder Private Cloud betrieben und „on the fly“entschieden werden, wo der Betrieb am effizientesten ist. Das macht Cloud Computing so attraktiv: ihre Effizienz und bis dato nicht realisierbare Agilität. Eine gemeinsame Charakteristik aller Formen von Cloud Computing ist ein Self Service Portal. Der Kunde wählt selbst den Service mit einem SLA (Verfügbarkeitsgarantie des Services), dass seinen Bedürfnissen entspricht.

Wie sicher ist Cloud Computing?

Eine Gartner-Studie im Jahre 2009 untersuchte Gründe gegen die Adoptierung von Cloud Computing in Unternehmen. Die ersten sechs bezogen sich auf Sicherheitsaspekte der Technologie.

Das Thema Sicherheit hat verschiedene Aspekte, die es zu beachten gilt

  • Sicherheit im engeren Sinne, wie sicher kann ich einen Cloud Service gestalten (Schutz vor unbefugtem Zugriff, Anti-Virus-Lösungen)?
  • Sicherheit im erweiterten Sinne, wie vertrauenswürdig ist ein Cloud Service (Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften und Unternehmens-Richtlinien, Risikoanalyse zum Betrieb des Services)?

Welchen Bezug haben diese Sicherheitsaspekte bei der Evaluation von

  • Private Cloud?
  • Public und Hybrid Cloud (beim Out- oder Flexible-sourcing eines IT-Services)?

Für den Betrieb eines Services in der Private Cloud müssen interne Kontrollmechanismen einen sicheren und reibungslosen Betrieb verantworten. Solche Lösungen sind bereits in modernen Rechenzentren im Einsatz und bedürfen der Integration oder Anpassung an die cloud-basierte Infrastruktur.

Entscheidet sich ein Unternehmen eine Dienstleistung bei einem Service Provider (Public Cloud) zu beziehen, so sind nebst rechtlichen Abklärungen, die Sicherheitsaspekte das  wichtigste Entscheidungskriterium. Das Deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik veröffentlichte ein Eckpunktepapier, das Sicherheitsempfehlungen für Cloud Computing Anbieter beschreibt. Wichtigster Punkt für den Leistungsbezüger aus dem Eckpunktepapier ist, dass sich ein Cloud Provider regelmässigen Audits durch Dritte unterzieht und diese gegenüber seinen Kundschaft ausweist.

Wie baue ich eine eigene Cloud auf?

Es gibt bereits heute namhafte Hersteller, die das Konzept einer Cloud-In-A-Box verfolgen. D.h. dem Kunden wird die Last, Risiko und Kosten abgenommen eine komplexe Architektur aus Server, Netzwerk und Speichersystemen in Eigenregie aufzubauen. Unterschiede bei den Herstellern sind, dass es sich teilweise um Referenzarchitekturen oder um ausgereifte Produkte handelt. Grosse Unterschiede zwischen den Herstellern kann man in der mitgelieferten Software-und Dienstleistungenpakten feststellen. Das macht die Vergleichbarkeit schwierig. Wichtige Pfeiler sind aber vereinheitlichter Support der Lösungskomponenten (falls sie nicht aus einem Hause stammen, wie bspw. die Cloud- und Virtualisierungsschicht), ein Cloud-Self-Service-Portal sowie eine einfach zu bedienende, zentrale Automatisierungssoftware zum Bereitstellen physikalischer und virtueller Infrastrukturressourcen. Um Cloud Computing erfolgreich im Unternehmen einzuführen, bedarf es der Unterstützung von internen und externen IT-Fachkräften und struktureller Anpassungen der Organisation.

Welche Vorteile gewinne ich durch meine Cloud?

Der grosse Vorteil von Cloud Computing ist die Agilität gegenüber dem Business. So kann sehr schnell auf sich ändernde Bedürfnisse reagiert werden. Der Bezug eines Services kann nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. Das ist ein massiver Fortschritt bedenkt man, dass es früher, ohne Cloud, Wochen dauern konnte. Die Kostenersparnisse finden sich sowohl bei Investitions (CAPEX)-, als auch bei operativen Kosten (OPEX). Seitens CAPEX sind die Investitionen dank Erstellung von Ressourcenpools und vereinfachter Beschaffung massiv reduziert. Ein hoher Grad an Automatisierung und eine vereinheitlichte Infrastruktur wirkt sich kostenschonend auf den OPEX aus.

Die anbahnende Rezession wird den Kostendruck verschärfen. Cloud Computing bietet einen Ausweg. Die Zeit ist reif! Beginnen Sie besser schon heute sich ernsthaft mit Cloud Computing auseinander zu setzen. Ihr Mitbewerb ist vielleicht gerade dabei.

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